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Ausrüstung:
Grundvorraussetzung ist natürlich ein gut sitzender Sattel. Was bei kleinen Ausritten oder in der Reitstunde passt, kann nach 4-5 Stunden durchaus drücken. Viele schwören auf alte Militärsättel, aber diese sind heutzutage nicht mehr so leicht zu bekommen und passen auch nicht auf jedes Pferd - und bestimmt nicht auf meins!! In Fjalas Rücken schlägt das Norwegererbe voll durch: rund, breit, wenig Widerrist plus eine kräftige Schulter. Nach langer Sattelsuche wurde ich in der Filiale eines großen Pferdeversandhandels fündig, die einen Wanderreitsattel ihrer Eigenmarke (nein, nicht so ein billiges Komplettangebot, aber deutlich günstiger als große Marken) mangels ausreichender Kammerweite speziell für mein Pferd angefertigt haben - ohne Aufpreis!! Nun habe ich einen Wandereitsattel mit Rippsitz, breitem Wirbelsäulenkanal und großer Auflagefläche, mit relativ gradem Sattelblatt (reicht für meine Dressurambitionen) und Befestigungsringen für Gepäck. Dazu ein breiter Sattelgurt aus Neopren, damit auch hier der Druck möglichst großflächig verteilt wird.
Auch bei meiner eigenen Kleidung steht die Bequemlichkeit im Vordergrund. Meist reite ich mit Jodpurhosen plus Stiefeletten (mit denen ich auch gut laufen kann), und außer bei ganz hohen Temperaturen ziehe ich noch Minichaps drüber, weil ich damit den Knöchelbereich als etwas besser geschützt empfinde. Ansonsten gehe ich nach dem Zwiebelprinzip vor: T-Shirt, Fleeceshirt, Weste, Jacke, da ist für jede Witterung die passende Kombination dabei :-)
bei Ausritten ab ca. 4 Stunden habe ich meist dabei:
Hufkratzer
Taschenmesser/Leatherman
Erste-Hilfe-Set
Handy(mit wichtigen Telefonnummern)
langes Anbindeseil(Halfter brauche ich nicht, da ich immer mit Wanderreittrense reite, an der man das Gebiss per Karabiner aushängen kann )
evtl.Regenmantel
Getränke(im Sommer friere ich immer einige Tetrapacks/kl. Plastikflaschen ein, diese dienen erst als Kühlakku für die anderen Getränke, am Ende des Rittes sind sie aufgetaut und noch angenehm kühl)
kleiner Notproviant (z. Bsp. Müsliriegel)
Taschentücher
feuchte Tücher
Im Sommer sprühe ich Fjala vor dem Abritt mit Fliegespray ein und präpariere mich selbst mit Sonnencreme
Bei einem Wanderritt mit Übernachtung kommt noch dazu:
kl.Hufraspel
Karten
Kompass
evtl. (Nieren-)Regendecke(bei kalt-nasser Witterung)
Ausweis
Krankenkassenkarte
Organspendeausweis (falls Vorhanden)
Patientenverfügung (falls vorhanden)
Geld
Tagesproviant
kleine Futterration fürs Pferd
(und natürlich Leckerlies..)
Faltbarer Wassereimer(bei den üblichen Modellen ist der Ring um die Öffnung aus Metall, so kann man ihn flach machen, er hat dann aber noch recht viel Durchmesser, entfernt man den Metallring und ersetzt ihn durch ein Stück altes Kabel, ist die Öffnung immer noch stabil genug, man kann ihn aber kleiner falten und so besser verstauen)
Ersatzhufschuh(auch bei verlorenem Beschlag)
einige Meter Elektroseil (kann man zwischen zwei Bäumen spannen und daran mehrere Pferde nebeneinander anbinden, oder zwischen mehreren Bäumen einen kleinen Paddock basteln)
Bisher habe ich nur Wanderritte mit vorher geplanten Stationen gemacht, so das ich Zelt, Schlafsack und sonstiges Gepäck nicht auf dem Pferd mitnehmen musste. Auf diese Weise kann man weitere Strecken reiten, irgendwer muss den ganzen Krempel dann allerdings zur jeweiligen Station fahren. Sozusagen Wanderreiten light, aber aus dem Alter, wo man gern auf Luftmatratzen nächtigt, bin ich raus ;-), ein richtiges Bett (und auch ein Badezimmer) weiss ich sehr zu schätzen!